androgenetischer Haarausfall der Frau-ein Überblick

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androgenetischer Haarausfall der Frau-ein Überblick

Beitrag  Admin am Mo März 03, 2008 9:35 pm

Der sogenannte androgenetische/erbliche Haarausfall der Frau,bei unauffälligen Blutandrogen-Werten und beruhend auf angeblicher Empfindlichkeit auf das androgene Hormonprodukt Dihydrotestosteron,ist ein multifaktorielles Geschehen.Beim der männlichen Form des androgenetischen Haarausfalls,wurde bislang ein einziges Gen als Mitverursacher ermittelt.Es handelt sich dabei um eine Mutation im Androgenrezeptoren-Gen.Die Androgenrezeptoren AGA betroffener Männer,nehmen genetisch bedingt zu viele Androgene auf.Bzw das Testosteron wird durch diese Mutation vermehrt in Dihydrotestosteron(DHT) umgewandelt.Weitere Gene stehen unter starkem Verdacht.Diese Gene befinden sich nach aktuellen Erkentnissen auf dem Chromosom 3.In starkem Verdacht stehen z.z zwei Gene.Einmal das sogenannte "Growth hormone secretagogue receptor gene"(GHSR),welches neben Appetitverhalten,Energiehaushalt und Kohlenhydratverwertung,auch fuer die Ausschüttung des Wachstumshormons mitverandwortlich ist.Funktioniert die Expression dieses Gens nicht richtig,kann es z.b auch zu Fetteinlagerungen kommen,zu welchen Maenner mit androgenetischer Alopezie,bekanntlich häufiger neigen,wie nicht AGA betroffene Männer.Der zweite verdächtige Kandidat ist ein Gen was sich TERC(Telomerase RNA component) nennt,und die Eigenschaft besitzt,das Enzym Telomerase zu encodieren.Telomerase ist ein Enzym welches für die Reperatur der Telomere verantwortlich ist.Als Telomere bezeichnet man die Endstücke der Cromosomen,welche mit zunehmendem Alter,und unter Einflüssen von externen Schädigungen wie z.b Rauchen,verkürzen.Verkürzte Telomere werden auf allen Ebenen mit dem Alterungsprozess assoziirt.

Bei der AGA betroffenen Frau,wurden bislang auch keine Mutationen in diesen Genen festgestellt.


Nachgewiesener Fakt bei der weiblichen Alopezie nach Ludwig ist bislang lediglich die Präsenz von Androgenrezeptoren in bestimmten Bereichen der Kopfhaut.Desweiteren wurde bei berücksichtigung mehrerer Studien,ein Ferritindefizit an ueber 1000 Frauen mit androgenetischer Alopezie nach Ludwig festgestellt.Einige Autoren gehen davon aus,das ein Feeritin/Eisenmangel im Vorfeld,die genetische Alopezie der normandrogenen Frau,zum Ausbruch bewegen,sowie auch bestehende Alopezien verschlimmern kann.Man geht davon aus,das insbesondere bei schwacher genetischer Veranlagung,das Überschreieten eines kritischen Ferritindefizit-bezogenen Schwellwertes,das Fass überlaufen lässt,und somit der Ausbruch der AGA beginnt.


Deweiteren wurde im Tierexperiment,und aktuell auch am menschlichen Haarfollikel,nachgewiesen,das mentaler Stress,über mehrere neuroendokrine Faktoren Alopezien aller Art begünstigen kann.Da Frauen zunehmend in Männerdomänen einbrechen,und die Umwelt/Anforderungen ihnen zunehmend Stress bereiten,liegt es nahe,das Stress Mitbegünstiger des Ausbrechens,sowie des Ausmasses ihrer Alopezie ist.


Antibabypillen,die eigentlich gegen androgenetische Alopezie helfen sollen,können auch Haarausfall verursachen.Insbesondere dann,wenn sie bei normandrogenen Blutwerten gegeben werden.Einmal hemmen Anti-Baby Pillen mehrere haarwuchswichtige Vitalstoffe,und können nachweislich sogar den Antioxidantienstatus verschlechtern.Mehrere Studien belegen das Anti-Baby Pillen,einen haarwuchswichtigen Faktor namens IGF-1 hemmen.Igf-1(insulinartiger Wachstumsfaktor),ist der Vermittler des Wachstumshormons.Im Rahmen diverser endokrinologischer Sörungen,die mit Serum-Androgenerhöhungen einhergehen,ist eine Anti-Baby-Pille u.u sicher sinvoll.Bei normandrogenen Frauen jedoch,zeigen Erfahrungen Betroffener,das unter der Pille zumindest kein Haar nachwächst.Es ist ausserdem nicht erwiesen das die Pille bei normandrogener androgenetischer Alopezie helfen kann.Es mag sein,das aufgrund langsamerer Aktivitäten des Steuerhormonhaushalts,die Geschwindigkeit der AGA verlangsamt wird.Jedoch bleibt in der Regel das Nachwachsen neuer Haare aus-was erst kürzlich in einer Studie wo die Pille mit Regaine Lösung verglichen wurde,gezeigt wurde.Unter Regaine kam es im Rahmen dieser Studie zu Neuhaarwuchs,unter der Pille blieb er aus.


Vermutlich können auch Schilddrüsenfunktionsstörungen(über wie Unterfunktionen),eine androgenetische Alopezie vom weiblichen Typ begünstigen,oder erstmalig ausbrechen lassen.Auch medikamentös schlecht eingestellte Fehlfunktionen der Schilddrüse,können warscheinlich schon ausreichen.Hier sind dann neben dem direkten Einfluss der Schilddrüsenhormone auf den Haarzyklus,noch weitere Einflüsse schädigend.Bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse,sind es dann zusätzlich nochmal ganz andere,immunologisch bedingte Faktoren,die ungünstig einwirken.


Auch Diäten können bei ungünstige genetischer oder multifaktorieller Gesamtlage,Haarerkrankungen aller Art begünstigen(Triggern).Das Haar braucht z.b ausreichend Protein und Aminosäuren um wachsen zu können.Die Produktion haarwuchswichtiger körpereigener Botenstoffe,hängt stark von der Ernährung ab.Insbesondere von Zink,Aminosäuren und Eiweiss.


Z,z muss davon ausgegangen werden,das die weibliche sogenannte androgentische Alopezie nach Ludwig,nicht ein primär genetisch,sondern ein multifaktorielles Geschehen ist.



Gruss
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