Aktuelles von der EHRS Konferenz:Androgenrezeptoren-Mutation bei Haarausfall betroffenen Frauen erstmalig nachgewiesen-und mehr

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Aktuelles von der EHRS Konferenz:Androgenrezeptoren-Mutation bei Haarausfall betroffenen Frauen erstmalig nachgewiesen-und mehr

Beitrag  Admin am Mi Apr 02, 2008 9:12 pm

Eine Studie in resümierter Form,sowie weitere Kommentare zum aktuellen Erscheinen der EHRS-Haarkonferenz Abstracts Vancouver 2007


Einige Untersuchungen haben in den letzten Jahren,einen klaren Zusammenhang zwischen einer Mutation im X chromosomalen Androgenrezeptoren-Gen, und der männlichen androgenetischen Alopezie nachgewiesen.Betroffene Männer mit androgenetischer Alopezie zeigten also eine Mutation im codierten Gen-Bereich der Transaktivierungsdömäne-einen sogenannten CAG-Repeat-Polymorphismus.Dieser steuert sowohl Funktion wie auch Expression des Androgenrezeptors.Männer mit kürzeren CAG-Repeats zeigten eine deutliche Neigung zur androgenetischen Alopezie.

Mehr dazu auch hier: http://haarausfallhilfe.forumieren.de/portal-9.htm#news_9

Im Verlauf des EHRS Haarkongesses 2007 in Vancouver, wurde erstmalig eine Studie präsentiert,die auch einen Zusammenhang zwischen der weiblichen postmenopausalen Alopezie und Mutationen im Androgenrezeptoren-Gen nachweisen konnte.

Man untersuchte 185 postmenopausale Frauen auf Grad und Ausmass des Haarausfalls,und teilte sie dementsprechend ein.Nebnbei wurden die Probandinnen angewisen, auch einen Fragebogen b.z der Selbsteinschätzung ihres Haarausfalls auszufüllen.

Die genomische DNA, wurde via Blutanalyse auf Unterschiede in den Längen der CAG-Repeats gescannt.Postmenopausale Frauen über 65 mit "female pattern Hairloss" nach Ludwig,zeigten genetisch bedingt kürzere CAG-Repeats.Statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen kürzeren CAG-Repeats,und frontalen oder diffusen Mustern wurden allerdings nicht nachgewiesen.Ebenso konnten keine Korrelationen bei subjektiv vermutetem Haarausfall festgestellt werden.Insgesamt wurden die Zusammenhänge ausschliesslich bei Frauen ab 65 als statistisch signifikant bewertet.

Im Schlusskommentar merken die Untersucher an, das ihrer Meinung nach, der sich in der Menopause erhöhende Testosteronspiegel, im Falle verstärker Androgenaufnahme bei genetisch vorbelasteten Frauen mit Androgen-Rezeptoren-Mutation, als entscheidend gesehen werden könnte.


Kommentar unsererseits:Neben Veränderungen des Testosteron/Östrogen Verhältniss, kommt es nach der Menopause,und vorallem nach dem 60 Lebensjahr noch zu weiteren entscheidenen Veränderungen im Organismus.So nimmt z.b die Produktion des Wachstumsfaktors IGF-1 nach der Menopause, und vorallem nach dem 60 Lebensjahr stark ab.Weiter wird die Schilddrüsenfunktion altersabhängig beeinträchtigt,was sich ebenso negativ auf die IGF-1 Entstehung auswirkt.Auch die pineale Produktion des antiapoptotischen und antioxidativen Melatonins nimmt nach der Menopause und später entscheident ab.Auch diese Veränderungen führen dazu,das die dauerpräsente genetische Androgenrezeptoren-Überaktivität verschärft wird,bzw dann wenn alle schützenden Faktoren nicht mehr ausreichend vorhanden sind,Haarausfall begünstigt.Wären ausschliesslich die Androgene,bzw das menopausale Testosteron schuldig, dann hätten diese Frauen sicher auch schon in jüngeren Jahren Anzeichen von Haarausfall gezeigt.Auch ist es eher selten das Androgenrezeptorenblocker wie z.b Androcur,den postmenopausalen Haarausfall zufriedenstellend sistieren oder restaurieren lassen.

Zusammengefasst zeigt diese Arbeit also ausschliesslich das die obengenannte Androgen-Rezeptoren-Mutation bei einigen Frauen,erst im höheren Alter aktiv wird,und dann Haarausfall nach Ludwig begünstigt.Scheinbar sind Trägerinnen dieser Genmutation aufgrund ihrer Sexualität, im Gegensatz zum männlichen Träger,in den ersten zwei Dritteln ihres Lebens vor ungünstigen Auswirkungen geschützt.


Weitere "Neuigkeiten" zeigt eine koreanische Studie.So wurde zum zweiten mal festgestellt,das Alopecia-Areata Patienten einen geschwächten Antioxidantienstatus,gemessen im Blut aufweisen.Im Rahmen einer placebokontrollierten Studie an jeweils 16 Probanden,konnte ein Anstieg der prooxidativen Moleküle,sowie paralel dazu ein Abfall der antioxidativen Kapazität festgestellt werden.Die Untersucher vermuten,das dieses Ungleichgewicht im antioxidativen System,zur Pathogenese der Alopecia Areata beiträgt.


Auch wurde eine Studie präsentiert,die zeigt das Finasterid in einer Dosis von 2,5 mg Tag,Haarausfall vom männlichen Typ,sowie auch Hirsutismus, bei Frauen die Testosteron supplementierten,hemmen konnte.


Weiter spricht der schweizer Haarexperte Dr Ralph Trüeb,Haar Anti-Aging über Vitalstoff und Aminosäuregabe,sowie auch Haarausfall durch Vitalstoff,Protein und Aminosäuremangel an.

Die kompletten Konferenzabstracts vom 5 EHRS Kongress können hier heruntergeladen werden:
http://www.nahrsmembers.org/home/Portals/0/meetings_support/abstracts_5th_congress/Final_Program_from_Bristol.pdf

2.4.08 Administrator

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 31
Anmeldedatum : 03.03.08

Benutzerprofil anzeigen http://haarausfallhilfe.forumieren.de

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten