androgenetische Alopezie des Mannes-männliches Equivalent des weiblichen PCO-Syndroms?

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androgenetische Alopezie des Mannes-männliches Equivalent des weiblichen PCO-Syndroms?

Beitrag  Admin am Mi März 19, 2008 5:56 pm

Seit einigen Jahren wird von mehreren Wissenschaftlern die Hypothese,"ist männliche Glatzenbildung in jungen Jahren ein Equivalent des weiblichen PCO-Syndroms?" untersucht.Tatsächlich zeigten mehrere Untersuchungen, das auf endokriner Ebene, deutliche Paralelen zu den metabolischen Abnormalitäten bei PCO-S betroffenen Frauen existieren.Wie auch PCO-S betroffene Frauen,zeigten Männer mit frühzeitiger Glatzenbildung u.a erniedrigtes SHBG,erhöhten freien Androgen-Index,erhöhtes DHT,erniedrigtes Estradiol,erhöhtes Cholesterin,sowie latente Anzeichen der Insulinresistenz.Andere Studien zeigten das Männer mit Alopezie wie auch PCO-S erkrankte Frauen gehäuft Entzündungszichen im Blut aufweisen.Ebenso wie PCO-S betroffene Frauen,neigen auch an androgenetischer Alopezie leidende Männer gehäuft zu Herz-Kreislauf Erkrankungen

Aktuell zeigen zwei Untersuchungen, das auch Brüder PCO-S Betroffener Frauen, ähnliche metabolische Abnormalitäten besitzen.Eine der Arbeiten, erschienen 10 März 2008 im Journal Diabetes Care.Hier wurden 196 Brüder von PCO-S betroffenen Frauen einer hellhäutigen spanischen Population auf endokrine Gleichungen getestet.Es zeigten sich signifikante Erhöhungen der LDL-Cholesterin Werte,sowie der Triglyceride.Diese Erscheinungen waren in einer männlichen Kontrollgruppe bestehend aus Männern ohne PCO-S betroffener Schwestern nicht evident.Auch hohe Insulinwerte sowie ein homöostatischer Insulinresistenz bezogner Index,zeigten die Brüder PCO-S betroffener Frauen.Androgenetische Alopezie wurde im Rahmen dieser Untersuchung nicht beachtet.

Zusammengefasst zeigte die Untersuchung das Brüder PCO-S betroffener Frauen,Dislipidemie,sowie auch Anteichen der Insulinresistenz aufweisen, was schlussfolgern lässt, das metabolische Abnormalitäten im Rahmen eines PCO-S generell erblich,und nicht geschlechtsspezifisch sind.


Eine weitre aktuelle Untersuchung,publiziert in Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism Januar 23, 2008,untersuchte 80 Söhne PCO-S betroffener Frauen in verschiedenen Lebensabschnitten auf endokrine Gleichnisse.Bereits in frühster Kindheit zeigten die Söhne im Verglich zu einer Kontrollgruppe deutlich höhres Gewicht.In späterer Kindheit zeigten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe Unterschiede bei Body-Mass-Index,Hüftumfang,Cholesterin und LDL-Cholesterin.Im Erwachsenen Lebensabschnitt bestätigten sich die Cholesterin und BMD bezogenen Abnormalitäten nochmal.Desweiteren zeigten sich auch die insulinbezogenen Werte, im Vergleich zur Kontrollgruppe auf allen Ebenen erhöht.

Zusammengefasst sagt die Arbeit aus,das Söhne PCO-S betroffener Frauen,bereits ab frühster Kindheit,höheres Gewicht zeigen.Insulinresistenz manifestierte sich allerdings erst in späteren Lebensabschnitten,was möglicherweise später zu Diabetes Typ-2 sowie auch Herzerkrankungen führen könnte.


Auch hier wurde nicht auf frühzeitige Glatzenbildung geachtet.Jedoch werden auch hier wiederholt metabolische Gleichungen bei PCO-S Frauen und Männern belegt.



Literatur:1.Is there male androgenetic alopecia the sign of male equivalent of polycystic ovary syndrome or metabolic syndrome?European Congress of Endocrinology 2006 Glasgow, UK



2.METABOLIC PROFILE IN SONS OF WOMEN WITH POLYCYSTIC OVARY SYNDROME (PCOS)
Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, doi:10.1210/jc.2007-2256

3.Metabolic Phenotype in the Brothers of Women with Polycystic Ovary Syndrome
Diabetes Care DOI: 10.2337/dc07-2190





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