Zink als DHT Hemmer?

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Zink als DHT Hemmer?

Beitrag  Björn am Di März 18, 2008 3:00 am

Hallo Leute

Im Internet finde ich oft Theorien und Tierstudien die behaupten das Zink DHT hemmt.Andere wiederum behaupten das Zink die Aromatase hemmt, und so die Östrogenentstehung unterdrückt.Z.b dieses aus einem Bodybuilderforum.

Hätte da mal eine kurze Frage:

Laut dem Bericht im Portal hemmt Zink die 5 alpha Reduktase und verhindert so die Umwandlung von Testo zu DHT.

Würde also eine Zink - Supplementation (etwa 50mg ed) den natürlichen Haarausfall ebenfalls verlangsamen, oder betrifft dass nur das extern zugeführte Testosteron in einer Kur?


Ist denn da nun wirklich was dran, oder kann man diese Theorien nicht auf uns menschliche AGA Betroffene übertragen?Hilft Zink überhaupt bei AGA?Und würde es sich lohnen den Zinkspiegel messen zu lassen?Nehmen wir hier in Deutschland eigentlich genug Zink auf?


Gruß Björn
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Zink bei AGA

Beitrag  tino am Di März 18, 2008 10:23 pm

Hallo Björn

Diese mögliche DHT Hemmung bei Zinkeinnahme ist wenn sie überhaupt existiert,bedeutungslos was Wirkung des Zink bei Haarerkrankungen,bzw AGA betrifft.Diese Möglichkeit eines Wirkprinzips,wird in Haarausfall und Bodybuilderforen,lediglich aufgrund mangeldem Wissens um Pathogenese der AGA und Wirkung des Spurenelements Zink hervorgehoben.Auch versuchen viele Händler im Web, den AGA Betroffenen mit DHT Hemmung den Mund zum Kaufen wässerig zu machen.DHT Hemmung kennt ja jeder Betroffene der sich im Web informiert.

Die tatsächliche Wirkung bei AGA und Zinkmangelbedingtem HA,beruht primär auf Hemmung antiapoptotischer Enzyme-speziell der Caspase-3.Diese ist im Rahmen einer AGA,ein entscheidender Faktor.Weiter hängt auch das IGF-1 System von dem Zinkspiegel ab.Zu wenig Zink=weniger IGF-1.


Diese Arbeit hier....

Abstract: The trace element zinc is essential for the survival and function of all cells. Zinc deficiency, whether nutritional or genetic, is fatal if left untreated. The effects of zinc deficiency are particularly obvious in the skin, seen as an erythematous rash, scaly plaques, and ulcers. Electron microscopy reveals degenerative changes within keratinocytes. Despite the well-documented association between zinc deficiency and skin pathology, it is not clear which cellular processes are most sensitive to zinc deficiency and could account for the typical pathological features. We used the cultured HaCaT keratinocyte line to obtain insight into the cellular effects of zinc deficiency, as these cells show many characteristics of normal skin keratinocytes. Zinc deficiency was induced by growing cells in the presence of the zinc chelator, TPEN, or by growth in zinc-deficient medium. Growth of cells in zinc-deficient medium resulted in a 44% reduction of intracellular zinc levels and a 75% reduction in the activity of the zinc-dependent enzyme, 5'-nucleotidase, relative to the control cells. Over a period of 7 days of exposure to zinc-deficient conditions, no changes in cell viability and growth, or in the cytoskeletal and cell adhesion systems, were found in HaCaT cells. At 7 days, however, induction of apoptosis was indicated by the presence of DNA fragmentation and expression of active caspase-3 in cells. These results demonstrate that apoptosis is the earliest detectable cellular change induced by zinc deficiency in HaCaT keratinocytes. Our observations account for many of the features of zinc deficiency, including the presence of degenerate nuclei, chromatin aggregates and abnormal organization of keratin, that may represent the later stages of apoptosis. In summary, a major causal role for apoptosis in the pathology of zinc deficiency in the skin is proposed. This role is consistent with the previously unexplained diverse range of degenerative cellular changes seen at the ultrastructural level in zinc-deficient keratinocytes.Keywords: apoptosis, HaCaT, zinc deficiency




http://www.nature.com/icb/journal/v84/n1/full/icb20065a.html


beschreibt den wichtigsten hautspezifischen Vorgang der Zinkwirkung.

Zink im Blut alleine messen bringt nicht viel.Da sich ein Zinkdefizit zuerst in den Zellen zeigt,sollt unbedingt immer auch die alkalische Phospatase, ein zinkabhängiger Wert gemessen werden.


Laut VERA Studie (KÜBLER, W.; ANDERS, H.J.; HEESCHEN, W.: VERA-Schriftenreihe, Band V, Versorgung Erwachsener mit Mineralstoffen und Spurenelementen in der BRD. Wiss. Fachverlag, Niederkleen 1995) und auch meiner Meinung ,ist die Zinkversorgung in Deutschland suboptimal!Ein Messen des Zinkspiegels kann daher nur sinvoll sein.

Aber vorsicht...zuviel Zink kann den Haarwuchs auch hemmen.Abr eher viel zu vil Zink.

Das Zink Aromatase hemmen soll,halte ich für in Gerücht.


gruss Tino
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