Haarausfall bei autoimmunen Erkrankungen der Schilddrüse

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Haarausfall bei autoimmunen Erkrankungen der Schilddrüse

Beitrag  Admin am Mi März 05, 2008 8:20 pm

Haarausfall im Rahmen einer Hashimoto- Thyreoiditis,ist multifaktorieller Natur.Neben dem zellulären metabolischen Ungleichgewicht fehlender Schilddrüsenhormone über die Schilddrüsen-Hormonrezeptoren im Haarfollikel,welches dort u.a Proliferationsstörungen,oxidativen Stress und endotheliale Dysfunktion(schlechte Gewebsversorgung) verursacht,ist auch ein erniedrigter IGF-1 Spiegel mitverantwortlich für die Entstehung einiger mit Hashimoto-T assoziirten Haarerkrankungen.Bei Unterfunktion der Schilddrüse kommt es in der Regel zu einer Erniedrigung des auch Schilddrüsen-Hormon Abhängigen IGF-1-einem peripherien Vermittler der Wachstumshormonfunktion.Wachstumshormon,bzw sein Vermittler der insulinartige Wachstumsfaktor(IGF-1),ist essentiell wichtig für gesunden Haarwuchs und Haarerhalt.Mehrere Studien zeigen das Erkrankungen welche mit einem erniedrigten IGF-1 Spiegel assoziirt werden,auch Haarausfall und schlechte Haar und Nagelqualität als Symptome zeigen.Eine aktuelle Studie zeigt auch das die nutritive Anhebung des IGF-1 Serumspiegels,einer androgenetischen Alopezie entgegenwirken kann.Neben seiner Wachstumserhaltenden Eigenschaft,fungiert dieses Peptidhormon,auch als antiapoptotisches und antioxidatives Peptid.


Der rein Schilddrüsenhormonabhängige Part des haarschädlichen Prozess,kann in der Regel durch Substitution von Schilddrüsenhormonersatz korrigiert werden.In der Regel reguliert sich auch der IGF-1 Spiegel durch SD-Hormonsubstitution.Auf korrekte Einstellung sollte geachtet werden.


Umgekehrt ist auch der Serum-Wachstumshormon/IGF-1 Spiegel mitverantwortlich für Grösse und Funktion der Schilddrüse.Im Rahmen einer Anorexia Nervosa,kann ein nutriv verursachter IGF-1 Mangel warcheinlich ,die Schilddrüse athropieren (schrumpfen) lassen.Ein IGF-1 Hormonersatz könnte theoretisch die Schilddrüse wieder zum Wachsen bewegen.In der Tat zeigten sich deutliche Verbesserungen der SD-Hormonausschüttung bei Anorexia Nervosa Patientinnen unter experimentieller IGF-1 Gabe.


Unabhängig der Schilddrüsenhormonfunktion bei Hashimoto-T Betroffenen,kann auch der zentrale Autoimmunprozess als selbst,Alopezien auslösen oder begünstigen.Auch hier kommen oft mehrere Mechanismen zusammen.Einmal die endotheliale Dysfunktion aufgrund der auch genetisch erzeugten freien Radikale und Entzündungsfaktoren.Diese schädlichen Prozesse können durch Einnahme diverser Vitalstoffe und Antioxidantien abgemindert werden.Ein Mangel an diesen ist oft mit der autoimmunen Schilddrüsenerkrankung verbunden.Aus einem B12 Mangel(auch durch Autoimmungastritis) kann auch eine perniziöse Anemie entstehen,die dann nochmal über verminderten Sauerstofftransport Haarerkrankungen aller Art begünstigt.Vitalstoffe und Antioxidantien wie z.b Vitamin E,Selen und Acetylcystein,hemmen freie Radikale,Entzündungen und verbessern die Endothelfunktion,und damit auch den Haarwuchs.



Auch nicht autoimmune Schilddrüsenerkrankungen können unbehandelt einen Nährtstoffmangel erzeugen.


Ein weiterer Mechanismus,der wohl auch unmittelbar mir der Hashimoto und MB generierenden Genetik,ihren Produkten,und den Umweltbedingten Triggern dieser Erkrankungen zusammenhängt,ist der Antikörperbefall des Haarfollikels.Wie auch andere Autoimmunerkrankungen,kann auch eine Alopecia Areata zusammen mit Hashimoto-T und Morbus Basedow auftreten.Die Tatsache das auch Vitiligo(eine Pigmentstörung der Haut),zusammen mit autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen auftreten kann,suggeriert einen starken Zusammenhang zwischen Melanin/Melanozyten und Antikörpern.Sowohl bei Vitiligo wie auch bei autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen,existieren experimentielle Studien und publizierte Hypothesen,die besagen/andeuten,das sich die Antikörper bei autoimmunen Haarerkrankungen gegen das Melanin,und oder seine Rezeptoren richten.In der Anagenphase des Haarwuchses,kommt es zu einer hohen Produktion freier Radikale,durch das Melanin.Trifft diese prooxidative Belastung auf zusätzlichen genetisch oder umwelt/krankheitsbedingten oxidativen Stress,könnte dies zu einer körpereigenen Antkörperbildung gegen die stark oxidativ belastete Quelle führen?


Weitere Zusammenhänge zwischen Autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen und Haarausfall,sind begleitende endokrinologische Störungen wie z.b das PCO-S Syndrom,oder metabolisches Syndrom.Hier wären die zusätzlichen Belastungen extremst multifaktoriell,bzw keinsfalls ausschliesslich androgenabhängig.PCO-S wird ebenso von starker Produktion haarschädigender freier Radikale begleitet.In manchen Fällen ist auch eine durch mehere Hormonabweichungen induzierte Insulinresistenz ein zusätzlicher Haarausfall-förderer.


Bis auf eine IGF-1 Absenkung,und Unterschiede in den Auswirkungen der Schilddrüsenhormone auf den Haarfollikel,bzw die Proliferationsaktivität dort,unterscheiden sich die zu Haarausfall führenden Faktoren bei MB und Hashimoto-T nicht sonderlich


Neben Behandlung der Grund und Begleiterkrankungen sollte hier in jedem Falle über Messungen des Antioxidantienstatus und Substitution eines umfangreichen antioxidativen Schutzprogrammes nachgedacht werden.

5.3.08


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